Studien

Forschung

Zusammen mit renommierten Spezialisten führender in- und ausländischer Universitäten und unabhängiger Forschungszentren werden wegweisende Studien ausgearbeitet, um damit die wirtschaftspolitische Diskussion mit grundlegenden Denkanstößen zu beleben.

Innovationsland Österreich

Das Innovationssystem hat wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. F&E-intensive Unternehmen wachsen schneller, schaffen mehr Arbeitsplätze und sind krisenrobuster. Sie stärken das Wachstum und stabilisieren die Konjunktur. Der Staat ist auf drei Ebenen gefordert: (i) Mit den Investitionen in die Grundlagenforschung, die forschungsnahe Ausbildung und die technologische Infrastruktur erbringt er zentrale Vorleistungen für die private F&E. (ii) Mit dem Abbau von Marktstörungen durch Schutz intellektueller Eigentumsrechte, Beseitigung von Finanzierungsengpässen und mit günstigen rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen verbessert er Umfang und Qualität der privaten F&E. (iii) Mit komplementären Maßnahmen, die den Strukturwandel erleichtern und die Standortattraktivität wahren, stärkt er die günstigen Auswirkungen der privaten Innovation auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. In zehn Punkten fasst die Studie im Auftrag des Rats für Forschung und Technologieentwicklung die Prioritäten für eine neue Innovationsstrategie zusammen. Lesen Sie mehr dazu in der Studie des WPZ und besuchen Sie die Informationsveranstaltung am 27.6.2017 (Einladung). Ausgewählte Medienbeiträge: Essay im Trend Online (14.06.2017), Gastkommentar in Der Standard (21.06.2017). Sehen Sie den Kurzfilm über den 10 Punkte Plan für ein innovatives Österreich

Soziale Inklusion in Europa

Wie groß ist die soziale Kluft in Europa? Wie kann der soziale Zusammenhalt gestärkt werden? Welche Politikansätze verfolgen die Mitgliedsländer der EU und was können andere Länder davon lernen? Unter der Leitung von Art De Geus (Bertelsmann Stiftung), Prof. Christian Keuschnigg (WPZ und Universität St. Gallen) und Prof. Bernd Marin (European Bureau for Policy Consulting and Social Research, Wien) erstellt die Bertelsmann Stiftung einen regelmäßigen Monitoring Bericht, den SIM (Social Inclusion Monitor) Europe Reform Barometer, dessen erste Ausgabe für 2016 neu erschienen ist. Der Bericht vergleicht auf der Basis einer internationalen Expertenbefragung die sozialpolitischen Reformen in den 28 Mitgliedsländern der Europäischen Union. Die Studie berichtet über unterschiedliche nationale Politikansätze auf den sechs Gebieten Armutsbekämpfung, Bildungszugang, Arbeitsmarktzugang, sozialer Zusammenhalt und Nichtdiskriminierung, Gesundheit sowie Intergenerative Gerechtigkeit und soziale Wohlfahrt. Die Ergebnisse der Expertenbefragung geben Aufschluss über die Dringlichkeit von Reformen und die tatsächliche Reformfreudigkeit der Regierungen. Alle Beiträge sind in Englisch.
Informieren Sie sich über das Projekt: Statement Keuschnigg, Presseaussendung, Gesamter Bericht 2016, Vorwort, Executive Summary, und Länderabschnitt Österreich. Neben der Mitwirkung an der Gesamtleitung hat das WPZ die Kapitel Soziale Kohäsion und Gesundheit beigesteuert und in Zusammenarbeit mit GAW Innsbruck einen vorbereitenden Hintergrundbericht mit einem statistischen Porträt erstellt. Lesen Sie auch den Policy Brief Österreich über Soziale Inklusion in Österreich im europäischen Vergleich.

Österreich in der EU oder Öxit?

Der EU-Beitritt hat den innovativen Exportunternehmen Zugang zum EU-Binnenmarkt ermöglicht und ihr Wachstum gestärkt. Er hat den Wettbewerb belebt, die Preise reduziert, damit die reale Kaufkraft gestärkt und Direktinvestitionen multinationaler Unternehmen begünstigt. Österreich konnte von hoch qualifizierter Zuwanderung aus den EU-Ländern profitieren. Der langfristige Einkommensgewinn wird auf 7% des BIPs geschätzt. Dem stehen Nettobeitragszahlungen von knapp 0,4% gegenüber. Ein Öxit würde die Nettobeiträge einsparen, aber ein Vielfaches an Einkommen aufs Spiel setzen. Öxit wäre untrennbar mit Aufgabe des Euro verbunden. Er würde ein unkalkulierbares Risiko für die Eurozone und damit für Österreichs engste Handelspartner heraufbeschwören.

Lesen Sie mehr zur Bedeutung der EU Mitgliedschaft, und auf welche EU-Reformen Österreich als vollwertiges Mitglied hinwirken sollte, in der neuen Studie des WPZ. Informieren Sie sich über ausgewählte Medienberichte anhand eines Pressespiegels und über die ausführlichere Darstellung im Trend in zwei Teilen nach den Szenarien WTO und EWR. Sehen Sie den Film über die Vorstellung der Studie auf der Pressekonferenz vom 15.11.2016.

Mit Innovation zur technologischen Grenze

In diesem E-Buch erörtern führende Forscher der Universität Harvard, Chicago und London School of Economics, wie Grundlagenforschung, industrielle Innovation und Wettbewerb das langfristige Wachstum und den Strukturwandel beeinflussen und wie die Wirtschaftspolitik darauf Einfluss nehmen kann. Auf dem Weg zur technologischen Grenze nimmt die Bedeutung der Grundlagenforschung zu und die Wirtschaft muss riskantere und radikalere Innovationen mit völlig neuen Anwendungen hervorbringen. Christian Keuschnigg hat als Herausgeber zusammen mit dem Centre for Economic Policy Research in London das eBook, einen Kurzbeitrag auf VOXeu, und die Presseaussendung in englischer Sprache.

Finanzplatz Österreich

Robustes Wachstum mit tragfähiger Verschuldung erfordert mehr risikotragendes Eigenkapital. Je innovativer die Investitionen, desto grösser sind die Risiken, und desto mehr Risikokapital braucht die Wirtschaft. Ein ausgewogener Finanzplatz ruht auf zwei starken Säulen: ein leistungsfähiger Bankensektor und ein liquider Kapitalmarkt. Die Finanzplatzstrategie mit zehn notwendigen Reformen verfolgt drei Stoßrichtungen: (i) Nachvollzug der internationalen Kapital-Regulierung und der Bankenunion, um eine Selbstversicherung und mehr Marktdisziplin zu ermöglichen und den Bankensektor krisenrobuster zu machen; (ii) Beseitigung der steuerlichen Anreize zu Verschuldung und der Diskriminierung des Risikokapitals; (iii) Institutionelle Reformen, um mehr Finanzierung über die Kapitalmärkte zu ermöglichen.

Der Pressetext, die Studie, und eine Langfassung mit vielen Hintergrundinformationen stehen für Sie zum Download bereit, und Christian Keuschnigg stellt in einem Kurzfilm die Studie vor. Ausgewählte Medienbeiträge: Essay im Trend (02.09.2016), Trend (30.08.2016), e-fundresearch (01.09.2016).

Finanzautonomie der Bundesländer

Mehr Finanzautonomie der Regionen und fiskalischer Wettbewerb bringen den Staat näher an die Bürgerinnen und Bürger, fördern die Sparanreize in den Ländern und stärken Standortattraktivität und Wachstum für ganz Österreich. Die Studie erscheint im Oktober und zeigt, in welchen konkreten Schritten Österreich eine Steuerautonomie der Länder einführen und wie sich diese auswirken könnte. Sie steht hier für Sie zum Download bereit: LangfassungKurzfassung.

Unternehmensbesteuerung für Österreich

Unternehmenssteuern hemmen Investitionen, beeinträchtigen die Standortattraktivität und begünstigen die Überschuldung. In kleinen Ländern sind die Unternehmen stärker international verflochten und mobiler. Während grosse Länder mit einem grossen Absatzmarkt für Unternehmen attraktiv sind, sollten kleine Länder der Standardattraktivität mehr Beachtung schenken und die Unternehmenssteuern niedriger setzen, um Produktion und Beschräftigung zu erhalten. Die Studie analysiert Handlungsbedarf und Lösungsansätze für den Standort Österreich und steht in einer Langfassung und Kurzfassung bereit.

Vision Österreich 2050

Von der Innovation kommt die Bildung, danach der Strukturwandel. Die Studie entwickelt einen systematischen Ansatz, wie Österreich nachhaltiges Wachstum durch Innovation erzielen kann. Informieren Sie sich hier.

WPZ - Wirtschaftspolitisches Zentrum - Wien
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Forschungsgemeinschaft für Nationalökonomie
Universität St. Gallen
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